Der transrektale Ultraschall (TRUS)

Das dritte Standbein der Vorsorgediagnostik im Rahmen der Prostataabklärung ist der transrektale Ultraschall (TRUS). Sonographische Veränderungen in der Prostata sind prinzipiell keiner Dignität zuzuordnen, am ehesten sind noch hypoechogene Läsionen der peripheren Zone als suspekt zu werten.

In Summe imponieren nur ca. 50% der Karzinome in der Sonographie als hypoechogen, der Rest als iso-oder hyperechogen. Die Sensitivität der Sonographie alleine liegt deutlich unter der Sensitivität einer kombinierten PSA und DR-Untersuchung weshalb die TRUS-Diagnostik alleine nicht als Untersuchungsmethode zur Karzinomabklärung verwendet werden kann. Bei Vorliegen eines Prostatakarzinoms kann die transrektale Ultraschalluntersuchung zur Einschätzung des klinischen Stadiums (Kapselinfiltration? Lokal fortgeschrittener Tumor?) dienen.

Sonographie: Horizontaler Schnitt mit Volumenberechnung

MRT (Magnetresonanztomographie)

Bei neu zu diagnostizierenden Prostatakarzinomen ist aktuell das MRT die aussagekräftigste Bildgebung zur Beurteilung des lokalen Stagings. Es handelt sich hierbei jedoch um eine recht aufwändige und kostenintensive Untersuchung welche zusätzlich eine sehr hohe Untersucher-abhängige Variabilität aufweist. Die Sensitivität für ein extraprostatisches Tumorwachstum welches mittels MRT diagnostiziert werden soll liegt zwischen 50- und 90%, was die hohe untersucherabhängige Variabilität widerspiegelt.

Wenn eine MRT angewandt wird sollte dies bei 1,5 Tesla Geräten (nicht nötig bei 3 Tesla-MRT ) mit einer Endorektalspule erfolgen, damit kann noch genauer eine Unregelmäßigkeit bzw. eine Ausdehnung über die Prostatakapsel hinaus bzw. eine Samenblaseninfiltration dargestellt werden.

Diffusions-MRT mit Endorektalspule: Suspekte kleine signalabgesenkte Zone links am Übergang von zentraler zu peripherer Zone im mittleren Prostatadrittel.

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